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GRÜNSPAN!
SPEZIAL Nr. 5
Oktober 1998
Lauflichter
Im Juli 1998 fand im französischen Hochland von Excsón Vàldez die erste „Tour de GRÜNSPAN!“ statt, ein waghalsiges Unternehmen, welches die teilnehmenden Sportler aus aller Herren Länder teilweise an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit, mit Sicherheit aber an den Rand der Verzweiflung trieb. Wir vom „Team GRÜNSPAN!“ begleiteten unseren Star-Sprinter Tobiassimo Heinemannelli auf seinem abenteuerlichen Rad-Trip.
Schon am Start herrscht große Aufregung. Für einige Athleten ist hier bereits Endstation, da der Starter seine Aufgabe irgendwie missverstanden hat. Doch Superstar Heinemannelli kommt dank modernster Behelmung aus den dafür eigens neu tapezierten GRÜNSPAN!-Labors noch mal mit dem Schrecken davon. Disziplin ist oberstes Gebot wenn man an solch einem kräftezehrenden Wettrennen teilnimmt, das weiß auch Heinemannelli. Obwohl wir ihm in dieser Hinsicht absolut Vertrauen, gehen wir auf Nummer sicher und ketten ihn an den Lenker. Hiermit schließen wir die letzte Möglichkeit zur Fahrerflucht aus. Das Fahrrad ist eine Spezialanfertigung mit allen nur denkbaren Extra-Features. So gibt es z.B. eine Einzelradaufhängung für jedes einzelne Rad, einen gelben Front- und einen roten Rückstrahler, selbstreflektierende Pedale, einen Multifunktions-Gepäckkorb, eine selbstölende Twinbackenbremse, eine beweglich gelagerte Lenkvorrichtung sowie jede Menge weiteren überflüssigen Schnickschnack, den unsere Techniker in monatelanger Handarbeit an das Gestell genagelt haben. Zur Verpflegung für Unterwegs dient unserem hartgesottenen Rad-Profi eine Flasche „Spreewald-Bitter“. Als Sponsor stellte sich freundlicherweise die Firma KORF unserem Team zur Verfügung, die uns mit kräftigen Geldspritzen in den Wohlstand dopte.

Neben den berüchtigten Bergetappen ist das Überqueren eines Flusses eine weitere schwierige Schikane, die sich das Rennkomitee für die Radler hat einfallen lassen. Heinemannelli sieht zunächst keine andere Möglichkeit, als seine nautischen Kenntnisse und die aquatischen Fähigkeiten seines Rades voll auszuschöpfen und den direkten Weg durchs kühle Nass zu wählen. Am anderen Ufer angekommen, muss er allerdings entsetzt feststellen, dass er auch genau so gut die extra für das Rennen errichtete Brücke hätte nutzen können. Manchmal ist der einfachste Weg eben auch der bequemste. Beinahe zum Unfall kommt es an einer sogenannten „Steilhang-Schikane“, einem Hang neben der Fahrbahn, der laut Reglement „in sasantem Tempo“ abgefahren werden muss. Zum Glück passiert nichts Ernstes. Ein argentinischer Wettkämpfer hat da schon mehr Pech, er bleibt mit der Nase an einer Baumwurzel hängen. Nachdem die 500 Kilometer lange Strecke geschafft ist, ist es selbstverständlich Heinemannelli, der als Sieger aus dem Rennen hervorgeht. Er ist auch der einzige, der am Ziel ankommt, nachdem die wenigen verbliebenen Teilnehmer spätestens an der gefürchteten „Gülle-Grube“ endgültig scheiterten. Sein Tour-Rad allerdings ist nach dem Rennen definitiv schrottreif, Heinemannelli nimmt die fachgerechte Entsorgung gleich selbst vor. Plötzlich spielen sich tumultartige Szenen ab. Fanatische Groupies bewerfen Heinemannelli mit BHs und diverser handelsüblicher Spitzenunterwäsche. Medienvertreter aus aller Welt reißen sich um Interviews, der gesamte Rennstall befindet sich im Belagerungszustand. Während die Teams aus den anderen Ländern ihre Zelte bereits wieder abbauen, geht bei uns erst richtig die Post ab. Sekt spritzt hektoliterweise gen Himmel, Tonnen von Kaviar versinken in hungrigen Schlunden, es ist ein rauschendes Fest. Die erste „Tour de GRÜNSPAN!“ war ein voller Erfolg. Zwar kam nur ein Teilnehmer bis ins Ziel, doch war dieser dann auch gleichzeitig der Gewinner. Wir beglückwünschen uns selber und danken Tobiassimo Heinemannelli für seinen grandiosen Sieg.

Gestaltung: Mario Müller
 
Chef-Biker: Tobias Heinemann
Chef-Ausstatter: Thomas Petter
Chef-Assistent: Marcel Klette


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